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FUTURE ISLANDS

Man hat Samuel T. Herring in die Augen geschaut und vertraut ihm von nun an blind. Denn dieser Frontmann zieht einen sofort in den Bann. Er ist der Crooner, der mit einem Augenzwinkern und voller Ernsthaftigkeit mit seiner Stimme die Massen verzaubert. Er wechselt ansatzlos zwischen souligem Ausdruck und growligem Geschrei, zwischen Gesang und Geschluchze. Wenn man Future Islands zuhört, glaubt man wieder an die wahre Liebe. Das Trio weigert sich unbedingt, sich festzulegen und fasziniert trotzdem durch enorme Dichte. Da ist dieser Synthesizer-Sound, der einen manchmal in die 80er zurückbeamt, dann ist da wieder diese Punk- und Post-Punk-Haltung, die einen durchschüttelt, dieser schwarze Soul in der Stimme des Sängers, ja und dann ist da wieder die scheinbar zurückgenommene Musik, die so gar nichts mit Schweiß zu tun haben will, der einem von der Stirn rinnt. Und am Ende ist man glücklich und denkt, dass man selten ein besseres Konzert gesehen hat.