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BONAPARTE

Bei Tobias Jundt weiß man ja nie so genau, was einen erwartet. Computerköpfe, blutige und/oder nackte Haut, Tiere oder alles zusammen, verziert mit Konfetti, Glitzer und Schweiß. Bonaparte liefern jedes Mal aufs Neue eine Show ab, bei der es unmöglich ist, nicht von ihrer Energie und Wahnsinn gepackt zu werden. Expressionistische Performances gehören genauso dazu, wie die oftmals eigentümlich anmutenden Texte, die Jundts Kopf entspringen. Davon, dass wir Tiere sind, spricht er, und dass es Menschen gar nicht gibt. Davon, dass du zu viel weißt und dass er nur tanzt und nicht betrunken ist. Und dass sowieso alles boykottiert werden sollte, was man nicht selbst erschaffen hat. Diesen Gedanken folgen muss man  nicht wirklich. Es reicht völlig, sich der Ekstase hinzugeben und dem Ruf von Bonaparte Folge zu leisten: „Come in, we’re closed“.